Die Feuerwehr

Historie der Feuerwehr Witzeeze

Aufgabe der Feuerwehr Geschichte der Feuerwehr  Heiliger  St. Florian   Gründung Wehrführer Aktuelle Satzung von 1998 Großeinsätze
 

Durch das Element Feuer wurde dem Menschen ein ungeahnt wichtiges Utensil im Laufe der Evolution in die Hand gelegt, welches aber auch ein großes Gefahrenpotenzial mit sich brachte.

Wenn auch die Gefahr eines Brandes schon in der Vorzeit existierte, erforderte die damalige Bauarchitektur keine organisierte Brandabwehr. Hütten standen oftmals weit von einander entfernt und machten so ein Übergreifen der Flammen unmöglich. So wurde einfach im Falle eines Brandes jeder mobilisiert, um die Gefahr mit den aus heutiger Sicht eher dürftigen Mitteln entgegen zu wirken.

Erste Überlieferungen beschreiben zwar nicht direkt eine Feuerwehr, wie wir sie aus der Neuzeit kennen, jedoch wurde bereits im alten Ägypten eine Planung zu Bekämpfung von Feuer in den Großstädten zur damaligen Zeit vorgenommen.

Anders wurde dies zu Zeiten des römischen Imperiums. Anfangs gab es hier zwar auch keine organisierte Brandbekämpfung, viel mehr wurden diese Aufgaben den Nachtwächtern der Städte und im Umfeld lebenden Menschen übertragen. Mit einem raschen Anstieg der Bevölkerung und einer zunehmenden Baudichte in Rom, wurde schnell klar, dass man die Gefahr Feuer unterschätzte, da immer wieder ganze Stadtteile ein Raub der Flammen wurden.

Die Architektur wurde nach dem großen Brand im Jahre 64 n. Chr. durch Bauvorschriften geändert, um ein Vordringen der Flammen bei einem erneuten Feuer zu erschweren. Die erste Feuerwehr wurde schon im Jahre 21 v. Chr. in Rom gegründet. Sie bestand aus rund 600 Sklaven, worauf während der Regentschaftszeit Augustus die Feuerwehren erweitert und auf ganz Rom ausgedehnt wurden. Diese Feuerwehren waren nicht mit Schläuchen wie wir sie heute kennen ausgerüstet, lediglich Eimer und Spritzen dienten zur Brandbekämpfung mit Wasser. Es wurde mehr Wert auf Utensilien die zur Erstickung des Feuers dienten gelegt.

Im Mittelalter wurde der Brandschutz dann weiter ausgefeilt. Es gab erste Verpflichtungen für die Gemeinden eine Brandabwehr aufstellen zu müssen. Außerdem wurden Zünfte und Innungen verpflichtet im Schadensfall zu helfen, welches die älteste Feuerordnung aus dem südtirolischen Meran im Jahre 1086 beweist. Die folgenden Feuerlöschordnungen beinhalteten unter anderem die Aufstellung von Nachtwachen, das Löschen von im Haus befindlichen Feuerstätten zu bestimmten Uhrzeiten, das Mitbringen von Behältnissen zur Brandstelle oder aber die Alarmierung der Bevölkerung durch die Kirchenglocke.

Die Brandbekämpfung war durch den großen Einsatz von Holz als Baumaterial meist unzureichend und so kam es im Mittelalter immer häufiger zu Großfeuern, die ganze Städte und Dörfer niederbrennten. Erst mit der Modernisierung der Feuerwehr und dem vermehrten Einsatz von Stein als Baumaterial konnte die Gefahr weiter eingedämmt werden.

Auch die Einführung von Löschteichen und Pumpwerken erleichterte die Arbeit bei der Feuerwehr zu jener Zeit.

Mit der Erfindung des Lederschlauches im 17.Jh. wurde ein Meilenstein in der Brandbekämpfung gelegt. Diese Möglichkeit des Wassertransportes auch über weite Strecken ist bis heute unabdingbar, auch wenn die Schläuche sich der Entwicklung entsprechen angepasst haben. Des Weiteren wurden in diesem Jahrhundert die ersten Berufsfeuerwehren in Großstädten gegründet.

Im Laufe des 19. Jh. wurden in vielen Gemeinden dann die bis heute existierende freiwilligen Feuerwehr gegründet, so auch in Witzeeze im Jahre 1890. Die Erfindung der Dampfmaschine sollte große Auswirkungen auf die Feuerwehr haben. Obwohl die Pumpenwagen bis dato noch per Pferdewagen an den Einsatzort gebracht werden mussten, um mit Hilfe von Muskelkraft das Wasser zu den Spritzen zu pumpen, konnte nun effektivere Brandbekämpfung vorgenommen werden. Pferdewagen und Pumpen wurden mit Benzinmotoren angetrieben, wodurch die ersten Feuerwehrfahrzeuge wie wir sie heute kennen entstanden.

Im Zuge des 2.Weltkrieges wurden vielen Feuerwehren moderne Gerätschaften genommen, um woanders ihren Einsatz zu finden, bzw. um in die Rüstung gesteckt zu werden. Außerdem kam es in Deutschland zu einem Personalmangel, da der Großteil der Männer an der Front war. So wurden im Krieg Feuerwehrgruppen mit Frauen eingerichtet, welche allerdings nie als wirkliche Feuerwehr anerkannt wurden. Nach dem Krieg wurden diese wieder aufgelöst.

Während des Kalten Krieges wurde nicht nur die Kriegsmaschinerie angekurbelt, sondern auch die Feuerwehrtechnik modernisiert. So wurden durch die technische Modernisierung die Brandbekämpfungsmöglichkeiten verbessert, aber es kamen auch neue Aufgabengebiete hinzu. Durch die Nutzung der Atomkernspaltung als Waffe und Energielieferant entstanden neue Gefahrenschwerpunkte für die Feuerwehr. Für die Abwehr der modernen Atomaren, Biologischen und Chemischen Gefahren wurden in den 70iger Jahren auf Landkreisebene die so genannten ABC-Züge als Bestandteil der Feuerwehr eingerichtet.

Man sieht also, dass die Feuerwehr einen Großen Wandel hinter sich gebracht hat. Gerade in den letzten 100 Jahren wurde das Aufgabenfeld durch die Modernisierung extrem erweitert, welches die Feuerwehr als Hilfsorganisation unerlässlich macht, aber auch immer mehr Gefahr für die größtenteils freiwilligen Helfer mit sich bringt.

 

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